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3D – wie funktioniert das ?
7.06.2010

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Im Auditorium des Vaisseau zeigen wir 3D-Filme. In dem zurzeit vorgeführten Film geht es um Dinosaurier.
Aber was bedeutet das eigendlich, 3D … ?
3D steht für „dreidimensional“, es wird ein räumlicher Eindruck, ein Relief, vermittelt und man erkennt die unterschiedlichen Tiefen des Bildes.
Um dreidimensional zu sehen braucht man unbedingt zwei Augen : In der Tat ist es so, dass jedes Auge das Bild leicht verändert aufnehmen muss, damit wir den Reliefeffekt erkennen können.
Jedes Auge sieht das Bild verglichen mit dem anderen Auge leicht verschoben (Abb. 1 : rot für das linke Auge, blau für das rechte Auge). Diese leichte Verschiebung von einem zum anderen Auge wird vom Gehirn als ein Relief interpretiert (Abb. 2).
Wichtig ist auch, dass beide Augen in einer Ebene liegen (was auch bedeutet, dass sie in die gleiche Richtung schauen). Ein Fisch oder ein Chamäleon erkennen zum Beispiel kein Relief. 
 
 
Wie kann man einen Film dreidimensional sehen ?
Die beiden zueinander verschobenen Bildquellen müssen künstlich nachgebildet werden.
Um dies zu erreichen werden 3D-Filme mit zwei Kameras gedreht (Abb. 3 : die blaue Kamera für die Ansicht des rechten Auges und die Rote für die des linken Auges).
Wenn der Film dann auf einer Leinwand gezeigt wird, muss erreicht werden, dass das rechte Auge nur die Bilder der blauen Kamera sieht und das linke Auge nur die Bilder der roten Kamera.
Hierfür gibt es zwei Methoden :
- Man strahlt die beiden Filme gleichzeitig aus und unsere Gehirn trennt sie mithilfe von Spezialbrillen.
  • Bei den sogenannten 3D-Filmen mit Anaglyphenbildern wird der erste Film rot und der zweite blau getönt. Die entsprechenden Brillen sind auch blau und rot und führen dazu, dass das Gehirn die zwei verschiedenen Videos voneinander unterscheiden und in einen dreidimensionalen Bildeffekt umwandeln kann. Das Gesamtbild wird etwas dunkler und manche Farben verändern sich leicht (Abb. 4).
  • Eine andere Möglichkeit (und so funktioniert auch der Film im Vaisseau), ist der Gebrauch von Polfilterbrillen. Vor dem Objektiv wird ein Filter angebracht, der sogenannte Polfilter. Es handelt sich um eine durchsichtige Scheibe mit kaum erkennbaren Schraffierungen (waagerechte für das linke Auge, senkrechte für das Rechte). Die Brillengläser sind genauso aufgebaut wie die der Polfilter (links waagerechte und rechts senkrechte Schraffierungen, siehe Abb. 5). So erreicht man, dass jeweils nur das passende Bild durchgelassen wird und jedes Auge nur „sein“ Bild erhält.
- Man kann auch die Bilder nacheinander auf die Leinwand werfen : ein Bild fürs rechte Auge, dann ein Bild fürs linke Auge und so weiter. Hierzu klappen die Brillengläser auf eurer Nase abwechseln zu und wieder auf (Abb. 6)… man benötigt also Brillen, die ganz genau auf den Projektor abgestimmt sein müssen und dies ist möglich durch eine Infrarot-Sonde.