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Schlafen Fische ?
1er.01.2014

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Es ist nicht einfach, Fische beim Schlafen zu beobachten, da ihre Augen immer geöffnet bleiben und manche sogar im Schlaf langsam vor sich hin schwimmen.
Dass sie ihre Augen nicht schließen, liegt ganz einfach daran, dass sie keine Augenlider haben. Anders als Landtiere brauchen sie sie nicht, da ihre Augen im ständigen Kontakt mit Wasser sind und nicht austrocknen können. Hochseehaifische müssen ständig einen Wasserstrom erzeugen, der sie über ihre Kiemen mit Sauerstoff versorgt. Deshalb schwimmen sie im Schlaf weiter.
 
Trotzdem schlafen Fische so wie die meisten Tiere. Forscher konnten dies beweisen, indem sie die elektrische Aktivität ihres Gehirns aufzeichneten. Dabei entdeckten sie auch, dass Fische nicht so tief schlafen wie beispielsweise wir Menschen. Sie dämmern eher vor sich hin. Der Schlaf dient zur Erholung, die Fische werden dabei ruhiger, ihr Herzschlag verlangsamt sich und ihr Energieverbrauch sinkt. Die meisten Fische schlafen nachts.
Es gibt aber viele Raubfische, die nachtaktiv sind und am Tag ruhen. Dazu gehört zum Beispiel die Muräne, die erst in der Dämmerung aus ihrem Versteck kommt und auf Jagd geht.
 
Wenn Fische schlafen, müssen sie sich vor Räubern in Acht nehmen. Dafür haben sie verschiedene Strategien entwickelt. Manche sinken beim Schlafen zu Boden und vergraben sich im Sand, wie zum Beispiel der Stachelrochen. Andere verkriechen sich in Felsspalten, unter Steinen oder in Höhlen. Buntgefärbte Fische in den Korallenriffen nehmen zum Schlafen eine unauffällige Tarnfarbe an. Papageifische, die ebenso in tropischen Gewässern rund um Korallenriffe zu finden sind, benutzen sogar eine Art Schlafsack. Sie umgeben ihren Körper mit einer Schleimhülle, die sie beim Schlafen vor Feinden schützt.
 
 
Foto : Chlorurus sordidus - Jaroslaw Barski