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Warum bekommen wir im Winter öfters einen elektrischen Schlag als im Sommer ?
1er.02.2015

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Sicherlich ist dir das auch schon einmal passiert, du fasst nichtsahnend eine Türklinke an und zuckst zurück, weil du einen kleinen Stromschlag bekommen hast. Manchmal knistert es auch, wenn man einen Pulli auszieht, im Dunkeln sieht man dann sogar Funken. Errätst du, welches Naturphänomen dafür verantwortlich ist ?
 
Es ist die statische Elektrizität. Sie entsteht oft durch Reibung. Um das auszuprobieren, kannst du einen Luftballon nehmen und an deinen Haaren reiben. Die fangen dann an zu knistern und werden von dem Ballon angezogen. Um zu verstehen, was passiert, musst du dir vorstellen, dass alle Dinge und Lebewesen aus winzigen Teilchen, den Atomen, zusammengesetzt sind. Mit bloßem Auge sind Atome unsichtbar. Ein Atom besteht aus einem Kern mit positiv geladenen Teilchen und aus negativ geladenen Teilchen (Elektronen), die um den Kern kreisen. Die positiven und negativen Ladungen gleichen sich aus, deshalb ist ein Atom neutral. Wenn man den Luftballon an den Haaren reibt, gehen Elektronen von den Haaren auf den Ballon über, der sich so negativ auflädt. Es entsteht ein Ungleichgewicht zwischen dem Ballon und den Haaren. Der negativ geladene Ballon zieht dann die positiv geladenen Haare an.
 
Im Winter schalten wir die Heizung an und die Luft ist dann oft sehr trocken. Trockene Luft leitet die Elektronen viel schlechter als feuchte Luft. Die überschüssigen Elektronen sammeln sich dann in unserem Körper an, deshalb bekommen wir häufiger „einen gewischt“. Hinzu kommt noch, dass wir mehrere Schichten Kleider anziehen, was dazu führt, dass wir uns wie eine Batterie aufladen. Fassen wir dann einen Gegenstand an, der den elektrischen Strom gut leitet, gleichen sich die Ladungen schlagartig aus und wir bekommen einen Schlag.
 
Hier ein paar Tipps, um dies zu verhindern : die Haut mit einer Feuchtigkeitscreme einreiben, Schuhe mit Gummisohlen meiden und Kleider aus Baumwolle bevorzugen.
Wenn du einen gewaltigen Ladungsausgleich sehen willst, brauchst du nur während eines Gewitters einen Blitz zu beobachten. 
 
 
Sandra Jacquemet
Wissenschaftsvermittlerin im Vaisseau