sie sind hier > Startseite > Familien > Flaschenpost > Warum fallen wir nicht vom Erdball herunter?

Warum fallen wir nicht vom Erdball herunter?
1.09.2012

Drucken Seite teilen

Nicht’s zu machen! Wenn wir hochspringen, fallen wir immer wieder auf dem Boden. Aber wir sind es ja gewohnt, wir können nicht so ohne Weiteres abheben. Wir mussten uns hierzu der Technik bedienen und Maschinen erfinden, die es uns ermöglichen, über einen gewissen Zeitraum in der Luft zu bleiben: Flugzeuge, Hubschrauber und Heißluftballons zeugen davon. Aber selbst mit diesen Maschinen ist es gar nicht so einfach, denn sie benötigen viel Energie (bei den Flugzeugen ist es zum Beispiel Kerosin) und wenn die Tanks leer sind ...na, dann fallen wir runter! Es ist ganz offensichtlich, wir müssen einfach immer wieder auf den Boden zurück... (Oder die Erde lässt uns einfach nicht los ...)

Die Ursache für diese Anziehungskraft, die die Erde ständig auf uns auswirkt, wurde natürlich von Wissenschaftlern erforscht. Es ist eine Naturphänomen, das vor allem Physiker seit jeher interessiert. Galileo Galilei erforschte im 17. Jahrhundert den Fall von Gegenständen und entdeckte dabei das Äquivalenzprinzip: zwei Gegenstände, ein schwerer und ein leichter fallen mit der selben Geschwindigkeit. Er schließt daraus, dass leichte Körper nicht weniger Gründe haben, wieder auf die Erde zurückzukehren, als schwere. Noch im selben Jahrhundert entdeckt Newton das physikalische Gesetz der Erdanziehung: das Gravitationsgesetz. Es besagt, dass alle Körper des Universum, die eine Masse besitzen, sich gegenseitig mit einer Kraft anziehen. Da die Erde eine große Masse hat, werden wir unabänderlich von ihr angezogen.

Astronauten scheinen im Weltall zu schweben. Das erklärt sich daher, dass die Gravitation in einem so großem Abstand von der Erde zu schwach ist, um sie zurückzuholen. Wenn sie nun den Fuß auf den Mond setzen, der auch eine große Masse besitzt, werden sie nunmehr von der Gravitation des Mondes angezogen. So ist es ihnen möglich auf dem Mond zu spazieren. Da der Mond aber kleiner als die Erde ist, also eine geringere Masse besitzt, ist seine Gravitation verhältnismäßig kleiner, so dass die Astronauten riesige Sprünge machen oder dicke Felsblöcke tragen können ... und das alles ohne tricks und ohne Zaubertrank!

 

Jérôme CHAUVET
Pädagogischer Mitarbeiter