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Warum funkeln die Augen der Katzen in der Dunkelheit ?
17.02.2011

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Wie auch bei anderen nacht- oder dämmerungsaktiven Tieren funkeln die Augen der Katzen in der Dunkelheit. Aber warum ?
 
Einer Legende nach haben Katzenaugen vor langer Zeit überhaupt nicht gefunkelt und sie hatten große Schwierigkeiten, nachts zu jagen. Eines Tages kam der berühmte Zeus von dem Olymp auf seiner Wolke hergeschwebt und versammelte alle Tiere des Königreichs. Er versprach, jedem Tier einen Wunsch zu erfüllen. Nach den Tigern, die Streifen verlangten und den Elefanten, die sich einen Rüssel wünschten, baten die Katzen ihn, nur in der Nacht sehen zu können. Und so warf Zeus einen Blitz in die Augen jeder einzelnen Katze auf der ganzen Welt, die nur in der Nacht aufleuchten.
Diese schöne Geschichte ist leider nur reine Legende und die Wahrheit liegt wohl eher in der Struktur ihrer Augen.
 
Katzenaugen haben, wie unsere Augen, eine Netzhaut. Das ist eine feine ca. ½ mm dicke Bindehaut, die ¾ des Innenauges bedeckt.
Die Besonderheit der Katzen befindet sich direkt hinter dieser Bindehaut, wo sich eine andere gelb-grünliche Netzhaut verbirgt, die in der Wissenschaft « tapetum lucidum » genannt wird und « leuchtender Teppich  » bedeutet. Diese besteht aus fünfzehn Zellenschichten, die das Licht wie ein Spiegel reflektieren.
 
Wenn man die Augen der Katzen nachts beleuchtet, wird ein Teil des Lichtes von den Zellen des « leuchtenden Teppichs » reflektiert und sie funkeln. Dank dieser Eigenschaft können Katzen im Dunkeln 6 mal besser sehen als wir Menschen.
Aber Vorsicht, Katzen mögen zwar sehr gut im Dunkeln sehen, aber in der tiefsten Nacht sehen sie genauso wenig wie wir Menschen.