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Warum schwitzen wir ?
1er.03.2013

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Was verbindet einen hechelnden Hund und einen schwitzenden Menschen miteinander ?
Beide sind gerade dabei, ihre Körpertemperatur zu regulieren.
 
Das Schwitzen ist eine geniale Erfindung, um sich abzukühlen. Sobald die Temperaturen steigen oder man sich körperlich anstrengt, in Stresssituationen gerät oder Fieber hat, steigt die Körpertemperatur an. Damit es unserem Körper so richtig gut geht, muss die Temperatur allerdings bei 37°C liegen.
 
Steigt die Temperatur darüber, geht unser Körper in Alarmstellung. Ein Bereich des Gehirns, der Hypothalamus, sendet zuerst Impulse über das Nervensystem zu den Schweißdrüsen. Diese 5 mm langen, kleinen Röhrchen liegen in der Haut. Wir besitzen circa 2 bis 4 Millionen Schweißdrüsen, die über den ganzen Körper verteilt sind. Allerdings findet man die meisten an den Handinnenflächen, an den Fußsohlen, auf der Stirn, unter den Achseln und zwischen den Oberschenkeln. Über diese kleinen Öffnungen, auch Poren genannt, tritt der Schweiß aus. Dieser besteht zu 99% aus Wasser, das aus den Körperreserven herausgezogen wird. Weitere Bestandteile sind zum Beispiel Natriumchlorid, das den salzigen Geschmack verursacht oder auch Milchsäure und Harnstoff.
Ob ein Mensch viel oder wenig schwitzt und wie sein Schweiß zusammengesetzt ist, hängt vom Alter, seinem Geschlecht und seiner Veranlagung ab. Beim Schwitzen wird die Temperatur des Blutes gesenkt und folglich auch die der anderen Organe. So kann die Körpertemperatur auf 37°C gehalten werden.
Aber Vorsicht, der Körper benötigt zum Abkühlen der Temperatur sehr viel Wasser. Daher ist es wichtig während und nach dem Schwitzen viel zu trinken.
Gegenteilige Phänomene zum Schwitzen sind die Gänsehaut oder Schüttelfrost, die den Körper vor allzu starker Abkühlung schützen.
 
Nur die Menschen, die Affen und wenige andere Säugetiere, wie zum Beispiel Pferde schwitzen. Alle weiteren Lebewesen haben andere Strategien, um sich abzukühlen. Bei Hunden beispielsweise entweicht Hitze über die Zunge. Aber davon ein anderes Mal…
 
 
Sandra Bail
Wissenschaftsvermittlerin