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Wie bilden sich Perlen ?
1er.01.2016

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Wer hat noch nie darauf gehofft, eine dieser „seltenen Perlen“ in einer Auster zu finden ? Aber wie entstehen die Perlen überhaupt ? Lasst es uns gleich zusammen herausfinden.
 
Die Perlen entstehen im Wesentlichen in den Austern. Das sind im Meer anzutreffende Mollusken, dessen Weichkörper zwischen zwei Schalenklappen eingeschlossen sind. Die Austern erzeugen ihre Schalen selbst. Tatsächlich wird ihr Weichkörper von einer kleinen Haut bedeckt, die man Mantel nennt. Indem die Muschel Wasser filtert, scheidet sie Mineralien aus, die sich um den Mantel herum miteinander vermischen und in Calciumcarbonat umgewandelt werden, ein wichtiger Bestandstoff der Schale. So schützt die Auster sich vor ihren Feinden.
 
Aber was passiert, wenn ein Sandkorn ins Innere der Auster gleitet ?
Wenn das Sandkorn im Bereich des Weichkörpers der Molluske eindringt, wird es sofort wieder zurückgewiesen, denn die Auster mag keine Fremdkörper in ihrer Schale. Gleitet das Sandkorn jedoch zwischen die Schale und den Mantel, gelingt es der Auster nicht, es wieder auszustoßen. Infolgedessen umschließt der Mantel das ganze Sandkorn und um es herum bildet sich nach und nach eine kleine Schale aus Calciumcarbonat, bis es sich schließlich in eine Perle verwandelt.
 
Aber warum findet man keine Perlen in den Austern, die wir essen ?
Alle Austern erzeugen Perlen. Das Calciumcarbonat existiert jedoch unter zwei verschiedenen Formen : als Form von Kalzit (wie die äußere Schicht der Austern) oder als Form von Aragonit, der Hauptbestandstoff des Perlmutts. Die Austern aus der Bretagne oder aus Arcachon die wir essen, besitzen einen Mantel, der Kalzit produziert. Obwohl der Kalzit im Inneren der Schale schön und anmutig aussieht, handelt es sich nicht um Perlmutt und das verwandelte Sandkorn ähnelt eher einem Kieselstein als einer Perle. Im Gegensatz dazu enthalten die polynesischen Austern Aragonit, sodass sich das Sandkorn in ihnen in eine schöne Perle verwandelt.
 
 
Isabelle LONJON
Wissenschaftsvermittlerin