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Wie entstehen Fossilien ?
1er.12.2012

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Alle Lebewesen hinterlassen mehr oder weniger sichtbare Spuren ihres Lebens auf der Erde : diese nennt man Fossilien. Eine Wissenschaftlergruppe, die Paläontologen, interessiert sich leidenschaftlich für diese Zeugnisse vergangenen Lebens.
 
Die Überreste von Pflanzen, Tieren oder Mikroorganismen einer Größe von nur einigen Mikrometern bis zu über zehn Metern und mehr sind alle dem natürlichen Zersetzungsprozess entgangen. Es handelt sich dabei entweder um Teile von Lebewesen oder Pflanzen (Knochen, Muscheln, Zähne, Samenkörner, Blätter) oder um Abdrücke, die auf ihre Aktivität hinweisen. Bis auf einige Ausnahmen haben nur die harten, widerstandsfähigen Teile dieser Organismen eine Chance heil zu bleiben. Aber wie wurden diese Teile zu Fossilien ?
 
Also, oft beginnt alles unter Wasser. Schauen wir uns einmal das Beispiel einer abgestorbenen Muschel an, die auf den Meeresgrund gefallen ist. Die Weichteile des Muschelkörpers zersetzen sich, bis schließlich nur noch die harte Muschel übrig bleibt. Diese wird in relativ kurzer Zeit von feinem Lehmschlamm gefüllt und überdeckt, was dazu führt, dass sie nicht zersetzt wird. Über Tausende von Jahren wird die Muschel von einer so großen Menge an Materialen überlagert, dass Hügel von zehn, zwanzig oder mehr Metern entstehen können. Diese brechen dann unter ihrem eigenen Gewicht zusammen und verwandeln sich nach und nach in Felsgestein, das man Sedimentgestein nennt.
 
Die Tiermuschel macht tief unter den Felsschichten vergraben eine Reihe von chemischen Reaktionen mit, die dazu führen, dass sie selbst zu Gestein wird. Dies nennt man „Versteinerung“. Das so entstandene Fossil ist die exakte Kopie der ursprünglichen Muschel.
Es kommt auch vor, dass die Ablagerungen (Sand, Schlamm) in und über der Muschel selbst versteinern und die Muschel sich durch Zersetzung auflöst. Dann bleibt letztlich nur die Form der inneren Muschelteile übrig. 
 
Milliarden von Jahren später kann es durch gewaltige Erdbewegungen dazu kommen, dass das Felsgestein aufbricht und tiefere Schichten und damit auch die Fossilien an die Oberfläche gelangen. Durch das Einwirken von Wind und Regen wird das versteinerte Tier von dem es umgebenen Gestein befreit und bloßgelegt.
 
 
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Nathalie COULOMB
Wissenschaftsvermittlerin