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Wie werden Lego® Steine hergestellt ?
1er.04.2016

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Welches Kind hat kein Lego® bei sich zuhause oder hat noch nie mit den bunten Bausteinen gespielt ?
Obwohl die Lego® Steine heutzutage in jeder Spielzeugkiste zu finden sind, ist ihre Entwicklung zur heutigen Form eine längere Erzählung, als sich so manch einer vorstellen mag.
 
Die Geschichte dieser Bausteine führt uns in die 1930er Jahre nach Billund in Dänemark (der Ausdruck „Lego“ setzt sich aus den dänischen Wörtern Leg godt zusammen, die „spiel gut“ bedeuten), als der der Zimmermann Ole Kirk Christiansen anfing, neben seiner eigentlichen Arbeit als Schreiner, Spielzeug aus Holz herzustellen. Am Anfang handelte es sich nur um kleine Spielfahrzeuge und Yo-Yos, aber Ole Kirk interessierte sich bald für ein anderes Material, nämlich das Plastik, mit dem er anfing die Bausteine zu bauen.
 
Zunächst verwendeten er und seine Söhne Celluloseacetat (ein etwas grobes Plastik), aber ab dem Jahr 1958 gingen sie zu ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymerisat) über, ein unnachgiebiges, leichtes Plastik, das auch gegossen werden kann. Die Form der Klötze war entscheidend für den Erfolg von Lego® : waren die Steine zu Beginn noch hohl und die gewünschte Struktur schwierig zu stabilisieren, wurden sie schnell verbessert, um mehr Festigkeit zu erhalten, bis zu den Steinen, die wir heute kennen.
 
Das Lego® Geheimnis liegt in den Gussformen, mit deren Hilfe die Bausteine hergestellt werden (siehe Foto) : zu jeder Bausteinart gehört eine eigene Form. Diese verarbeiten das erhitzte ABS Plastik in flüssiger Form und pressen es mit einer Druckkraft von mehreren Tonnen zusammen. Die Maschinen sind so gut entwickelt, dass sie sogar verlorenes Plastik wieder verwerten können, um neue Steine daraus anzufertigen. Um außerdem eine einfache Handhabung für die Kinder zu gewährleisten, muss jeder Lego® Stein mit einer Genauigkeit von 10 Mikrometern (10 Millionstel Meter) entworfen und produziert werden.
 
Heute würde das Lego®-Unternehmen das ABS Plastik gerne durch ein umweltfreundlicheres Material ersetzen. Dieser neue Stoff soll biologisch abbaubar oder wiederverwertbar sein und gleichzeitig eine ausgezeichnete Klemmkraft ermöglichen (die Fähigkeit, die Steine aneinander zu befestigen). Auch wenn dieses Wundermaterial noch nicht gefunden wurde, kann man hoffen, dass die Bemühungen irgendwann belohnt werden und wir noch für lange Zeit die erstaunlichsten Objekte mit den kleinen, berühmten, bunten Bausteinen konstruieren können.